Metakognitive Therapie Selbsthilfe

Auf dieser Website findest du Anregungen zur Selbsthilfe aus der Metakognitiven Therapie.

Die Inhalte dieser Website haben diese Quellen zur Grundlage.

Um was es in der Metakognitiven Therapie geht

Grübeln stoppen macht die Psyche gesund

Die Metakognitive Therapie ermöglicht es psychisch belasteten oder erkrankten Menschen, das Grübeln wegzulassen oder stark zu begrenzen. Und dabei den Fokus nach außen auf die Umgebung zu richten.

Eine gesunde Psyche ist frei von Grübeln, sagt der britische Psychologe Adrian Wells. Adrian Wells ist Begründer der Metakognitiven Therapie engl.: Metacognitive therapy (MCT) und Professor an der University of Manchester.

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Die Psyche ist selbstheilend

Wells sagt: wenn man das Grübeln unterlässt, heilt sich die erkrankte Psyche selbst. So wie eine körperliche Verletzung selbst heilt, wenn man nicht daran rührt.
Die Psyche heilt sich also selbst, wenn Probleme durch weniger Grübeln im Denken nicht mehr so gegenwärtig sind. 

Die Veränderungen bei den Botenstoffen (Neurotransmitter) wie Serotonin oder Dopamin im Gehirn, sind demnach eine Folge der Erkrankung und nicht etwa deren Ursache.

Was versteht man unter Grübeln?

Das Grübeln ist eine Form des Nachdenkens, bei dem die Gedanken um ein Thema oder ein Problem kreisen, ohne dabei zu einer Lösung zu gelangen. Beim Grübeln bleibt der Inhalt der Gedanken lange gleich, oder er kommt häufig wiederholt vor.
Manchmal überwiegen die Gefühle dabei so sehr und halten lange an, dass die dahinter stehenden Gedanken nicht bewusst wahrgenommen werden.

Beim Analytischen Denken hingegen werden Probleme nicht nur erkannt sondern auch gelöst, bzw. gegebenenfalls die Lösungsfindung erfolgreich auf einen späteren Zeitpunkt aufgeschoben.

Analytisches Denken oder Grübeln sind Denkstile die jeder Mensch wählen kann.

Außerdem haben wir bis zu 70000 automatische Gedanken täglich, die ständig das Thema wechseln.

Zum Ablauf der Metakognitiven Therapie

Was bedeutet Metakognition?

Metakognition bedeutet, dass man über sein eigenes Denken nachdenkt. Dazu gehören zum Beispiel Gedanken über die eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen.

In der Metakognitiven Therapie geht es um Denkstile und psychische Vorgehensweisen. Es geht dabei nicht um was man denkt, sondern wie. Also ob man die eigene Aufmerksamkeit nach außen oder innen richtet, die Gedanken oder Gefühle fließen lässt oder festhält.

Wie gut wirkt die Metakognitive Therapie?

Die Metakognitive Therapie ist bei der Behandlung von Depressionen besonders wirksam. Sie führt bei bis zu 80% der Patienten zu einer Symptomfreiheit.

Andere Psychotherapien sind nur bei bis zu 50% der Patienten mit Depressionen erfolgreich.

Kann ich gleichzeitig eine andere Therapie machen?

Wenn du eine andere Psychotherapie machst, ist von einer gleichzeitigen Metakognitiven Therapie abzuraten. Da sich andere Therapien mit dem Inhalt der Gedanken auseinander setzen.

Bei der Metakognitiven Therapie hingegen sollen deine Grübelthemen und Gedankenschleifen aus deinem Fokus verschwinden. Deine Aufmerksamkeit soll sich statt dessen auf das Außen richten.

Metakognitives Training vs. Metakognitive Therapie – die Unterschiede

Foto Sonnenuntergang - Metakognitive Therapie Selbsthilfe
Das Metakognitive Training unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von der Metakognitiven Therapie.

Die Metakognitive Therapie beschäftigt sich mit Denkstilen, die uns nützen (den Fokus auf das Außen verlagern) oder schaden (Grübeln). Das Metakognitive Training hingegen beschäftigt sich mit den Inhalten der Gedanken.

Das Metakognitive Training wird unter anderem bei akuter Psychose zur Unterstützung der medikamentösen Therapie angewandt, insbesondere wenn noch Denkverzerrungen vorliegen.

Kurz: Metakognitives Training kann bei akuten psychischen Problemen helfen, und durch die Metakognitive Therapie können chronische psychische Erkrankungen heilen.

Quellen für diese Website

Die Inhalte dieser Website gründen auf meinen eigenen Erfahrungen mit der Metakognitiven Therapie. Außerdem fließen Erfahrungen von Menschen aus meiner Selbsthilfegruppe mit ein.

Mein Grundwissen über die Metakognitive Therapie habe ich mir durch das Lesen des Buches „Lebe mehr, grüble weniger“ von Pia Callesen angeeignet.

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